Unendliches Glasband

Das fertige Gemenge wird mit der Einlegemaschine kontinuierlich in die Schmelzwanne befördert. Erdgasbefeuerte Brenner erhitzen das Gemenge in der Wanne, die ein Fassungsvermögen von ca. 1.800 Tonnen hat, auf etwa 1.600 °C. Um eine gleichmäßige Hitzeversorgung in der Wanne sicherzustellen, wechselt die Befeuerung im 20-Minuten-Takt von der rechten auf die linke Wannenseite.

Blick in den Schmelzofen: Durch Schmelzen und Läutern entsteht eine homogene Glasmasse. Das Floatbad ist ein riesiges Becken, gefüllt mit flüssigem Zinn, auf dem sich die leichtere Glasschmelze zu einem Glasband mit exakt parallelen Oberflächen ausbreitet. Toproller greifen in den Glasrand und bestimmen die Dicke des Glasbandes.
   
Von der Zentralwarte aus kontrollieren Techniker sämtliche Vorgänge in der Wanne. Am Ende des Floatbads ist das Glas soweit abgekühlt, dass es in fester Form vom flüssigen Zinn abgehoben werden kann. 
 In dem etwa 180 m langen Kühlkanal wird das Glas gezielt und kontrolliert von ca. 620 °C auf ca. 180 °C heruntergekühlt.  Zwei Längs- und Querschneidebrücken ritzen mit dem Schneidrad die Oberfläche an den gewünschten Positionen an (übliches Nettomaß 6 m x 3,21 m).
Die fertig geschnittenen Gläser kommen in der Auslaufzone an. Die Glastafeln werden von großen Vakuumsaugern von der Linie abgehoben und auf Metallgestelle abgelegt.
Alle Glastafeln, die nicht direkt an den Kunden versendet werden, werden im Warehouse gelagert. Das Glas wird mit speziellen Glastransportfahrzeugen (Innenlader) zum Kunden transportiert.