Nur nicht blass werden

Nur nicht blass werden!

Presseinfo
16 Mrz 2021

Sonnenlicht und besonders der im Licht enthaltende UV-Anteil kann Farben von unterschiedlichen Materialien mit der Zeit verblassen lassen. Dieser Vorgang ist sehr komplex und erfordert ein wenig chemisches, bzw. physikalisches Verständnis.

Wir alle haben schon einmal sehen können, dass Licht und vor allem die direkte Sonneneinstrahlung Warenpräsentationen in Shops, aufgestellte Werbebanner oder Stoffe mit der Zeit ganz schön blass aussehen lassen kann. In einigen Fällen kann das Ausbleichen zu einer Herausforderung werden, wenn es beispielsweise darum geht, lichtempfindliche Ausstellungsstücke in Museen oder andere wertvolle Exponate vor direktem Licht zu schützen.

Es herrscht der weit verbreitete Glauben, dass die Verwendung von getöntem Glas das Ausbleichen von Farben verhindern kann, aber in Wirklichkeit kann eingefärbtes Glas das Verblassen der Farben nur hinauszögern.

Was verursacht das Verblassen?

Die Farbe eines Materials wird durch seine chemische Zusammensetzung bestimmt, und zwar durch eine Gruppe von Atomen, die Chromophore genannt werden. Die chemischen Bindungen zwischen diesen Chromophoren absorbieren Licht bei verschiedenen Wellenlängen und dies bestimmt das Gleichgewicht der Farben, die vom Objekt reflektiert werden und sein Aussehen definieren.

Im Laufe der Zeit führt die Lichteinwirkung zu einer Auflösung dieser Bindungen, wodurch sich die Menge des absorbierten Lichts verringert und das Objekt, bzw. seine Farbe, dadurch heller erscheint. Dieser Effekt wird als Photodegradation bezeichnet.

Während direktes Tageslicht typischerweise den stärksten Effekt hat, weil es hohe Anteile an energiereicher UV-Strahlung enthält, verursacht jedes Licht, sogar wenn es aus künstlichen Quellen stammt oder durch einen UV-Filter gelaufen ist, einen gewissen Grad an Photodegradation. Natürlich variiert die Geschwindigkeit, mit der dies geschieht, in Abhängigkeit von der Art und Dauer der Belichtung.

Die Spezifikationen für Glas zur Reduzierung des Ausbleichens beziehen sich in der Regel auf die UV-Durchlässigkeit, wobei getöntes Glas im Allgemeinen weniger UV-Licht durchlässt als klares, monolithisches Glas.

Verbundglas blockiert gewöhnlich mehr UV-Licht als getöntes Glas. Das liegt an der innenliegenden Folie, die zwischen zwei Glasscheiben laminiert wird. Diese besteht aus Polyvinylbutyral (PVB) und hält einen Großteil der UV-Strahlung ab. Die Übersicht zeigt einen Vergleich der Durchlässigkeiten von UV-Strahlung durch unterschiedliche Gläser:

 

Während einige Farbstoffe und Pigmente in Materialien relativ langsam verblassen, können andere sehr schnell verblassen. Besonders empfindliche Pigmente können sogar schon durch sichtbares Licht verblassen, so dass in solchen besonderen Fällen ein Verbundglas den Prozess des Ausbleiches nur hinauszögert, aber nicht verhindern kann.

Die Pilkington Deutschland AG bietet in ihrem Produktportfolio viele unterschiedliche Gläser an, die sich für individuelle Einsatzzwecke eignen. Pilkington Optilam™ ist das Standardprodukt unter den Verbundsicherheitsgläsern. Es lässt sich mit weiteren Produkteigenschaften, zum Beispiel in Kombination mit Pilkington Suncool™ um Sonnenschutzeigenschaften erweitern. Das Basisglas Pilkington Optifloat™ ist sowohl als klares Floatglas als auch als eingefärbte Variante in grün, grau oder bronze erhältlich.