Firmenportrait der Pilkington Austria GmbH

Firmenportrait der Pilkington Austria GmbH

Press Release
20 Nov 2020
Die Erfolgsgeschichte von Pilkington in Österreich hat eine bewegte Vergangenheit, die bis in das Jahr 1948 zurückreicht. Seit damals hat sich in der Glasindustrie viel bewegt: So waren es zu Gründungszeiten noch Fourcault-Ziehmaschinen die das Glas industriell gefertigt haben – bis im Jahr 1959 Sir Alastair Pilkington das heutige Floatglasverfahren für die Flachglasproduktion erfunden hat.

Die Geschichte des Standorts in Mitterberghütten geht in das Jahr 1948 zurück, in dem der Glasproduktionsbetrieb unter dem Namen „Mitterberger Glashütte“ in der ehemaligen Kupferverhüttung gegründet wurde. Eigentümer war das Land Salzburg, mit Beteiligung der Gemeinde Bischofshofen und privaten Anlegern. Durch die sichere Stromversorgung im Land Salzburg, kam es zur Entscheidung, die Hütte mit einer Elektrowanne auszurüsten. Es handelte sich zum damaligen Zeitpunkt um die erste vollelektrische Wanne in Österreich. Mit 40 Tagestonnen Leistung, 3 Fourcault-Ziehmaschinen (eine davon in Reserve), ging die Hütte Ende 1949 in den Produktionsbetrieb. Im Jahr 1958 wurde die Fertigung von Glasmosaik aufgenommen. Im darauffolgenden Jahr startete die Betonglasfertigung (Dallo-Glas, dicke Farbglasplatten). Die Glashütte in Mitterberg war vor allem auf die Fensterglasproduktion spezialisiert, die zunehmend unter Druck geriet, nachdem Sir Alastair Pilkington das Floatglasverfahren am 20. Jänner 1959 Öffentlichkeit vorstellte. 

Die Bewältigung des technischen Durchbruchs durch das Floatglasverfahren wurde durch Umstellungen des Produktionsprogramms und Erneuerung des Maschinenparks gemeistert. Im Jahr 1974 fiel in Mitterberg der Startschuss für die Erzeugung von Isolierglas, die den Ersatz der damaligen Fensterglasproduktion bedeutete. Im Jahr 1975 wurde die Fensterglasproduktion in Mitterberg gänzlich eingestellt. Die Mitterberger Glashütte wurden im Jahr 1978 von der Firma EOMAG (Erste Österreichische Maschinglas AG, Tochter der deutschen Flachglas AG) mit Sitz in Brunn am Gebirge übernommen. Der Beginn der Einscheibensicherheitsglas (ESG)-Produktion im Jahr 1994 mit verbundenem Zubau war wegweisend für die weitere Zukunft des Betriebes. 

In weiterer Folge fanden Umfirmierungen statt: Im Jahr 1996 wurde EOMAG zur Pilkington EOMAG AG, vier Jahre später, am 14. Juni 2000 wurde die Firma Pilkington Austria GmbH firmiert. 2004 wurde der Firmensitz von Brunn am Gebirge nach Mitterberghütten transferiert. Ein weiterer Meilenstein der jüngsten Firmengeschichte und ein Standortbekenntnis für Mitterberghütten, war im Jahr 2005 die Erweiterung der Produktionsstätte um 5.000 m2. Durch ein Investitionsvolumen von drei Millionen Euro wurde innerhalb eines halben Jahres die Halle für die Erzeugung von Brandschutz- und Sicherheitsglas fertig gestellt. 50 neue Arbeitskräfte wurden am Standort benötigt, was eine Verdoppelung des Mitarbeiterstands entsprach.

Weitere Zugeständnisse seitens der Pilkington Gruppe sind jüngste Investitionen in den Maschinenpark: 2014 wurde ein neues vollautomatisches Glasbearbeitungszentrum, 2016 eine neue Verbundglas Laminieranlage errichtet. Ein Herzstück der Produktion ist der neue Vollkonvektions-Vorspannofen, welcher im Jahr 2018 installiert wurde. Im Jahr 2019 folgten weitere Investitionen, so verfügt Pilkington über eine neue Isolierglas- und Digitaldruckerlinie. Innovation und das Glas der Zukunft hat bei Pilkington einen hohen Stellenwert: Als bestes Beispiel hierfür dient die nachhaltige BIPV (Building Integrated Photovoltaic) Fassade am Standort, welche PV-Energie im Brüstungs- und sowohl im Fensterbereich generiert. Im Jahr 2020 zählen zu Pilkington Austria 150 ganzjährig beschäftigte Mitarbeiter. Das Unternehmen mit dem Produktionsstandort in Mitterberghütten und den Vertriebsstandorten in Brunn am Gebirge und Innsbruck verfügt über ein gutes Netzwerk im österreichischen und europäischen Wirtschaftsraum. Pilkington Austria ist in allen Bereichen der Glasbe- und -verarbeitung Ihr verlässlicher Partner.