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Sicherheit und Einbruchhemmung bei Glastüren

Unfallschutz und Personensicherheit

Wird Glas über Kopf, in bodennahen Bereichen oder in und um Türen, Fenster sowie Trennwände eingesetzt, müssen die einschlägigen Normen und Bauvorschriften zwingend eingehalten werden. Ziel ist es, Personen bei einem unbeabsichtigten Anprall – beispielsweise wenn ein Kind gegen eine geschlossene Terrassentür läuft – wirksam vor Schnitt- und Sturzverletzungen zu schützen.

Grundsätzlich wird zwischen zwei Hauptarten von Sicherheitsglas unterschieden:

- Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG / ESG-H): Ist bis zu fünfmal biegebruchfester als herkömmliches Floatglas gleicher Dicke. Im Falle eines Bruchs zerfällt es in ein Netz kleiner, relativ ungefährlicher und stumpfkantiger Krümel.

- Verbund-Sicherheitsglas (VSG): Besteht aus mindestens zwei Glasscheiben, die durch eine reißfeste, transparente Kunststoff-Zwischenschicht (z. B. PVB) fest miteinander verbunden sind. Bei mechanischer Beschädigung bricht das Glas zwar, die Splitter haften jedoch fest an der Folie. Die Verglasung bleibt im Rahmen stabil, behält ihre Schutzfunktion und minimiert das Verletzungsrisiko erheblich.

Die erforderliche Stoßfestigkeitsklasse richtet sich nach Einbauort, Abmessungen und der konkreten Nutzung der Glasfläche. Fachbetriebe des Glaserhandwerks sowie der Glasgroßhandel beraten Sie hierzu individuell. Im Zweifelsfall sollte für die meisten Standard-Einbausituationen die Klassifizierung nach DIN EN 12600 Klasse 2 oder 1 (z. B. 1B1 oder 2B2) gewählt werden.

Besondere baurechtliche Anforderungen und statische Nachweise gelten für absturzsichernde Verglasungen, die Personen vor einem Absturz bei Höhenunterschieden schützen – wie etwa an Balkonen, Galerien oder Treppenläufen.

Einbruch- und Objektschutz

Glas leistet einen entscheidenden Beitrag zu einem sicheren Zuhause. Verbund-Sicherheitsglas (VSG) bleibt selbst bei starker Stoß- und Schlageinwirkung stabil im Rahmen und bietet so wirksamen Schutz vor vorsätzlichen Angriffen wie Vandalismus oder Einbruchversuchen.

Verbund-Sicherheitsglas ist in unterschiedlichen Glasdicken und Folienaufbauten erhältlich – exakt abgestimmt auf die jeweils geforderte Widerstandsklasse und Stoßfestigkeit.

Beim Einsatz von Verbund-Sicherheitsglas in Türen muss jedoch auch die Fluchtwegsituation berücksichtigt werden: Das Durchdringen von VSG von innen ist im Notfall genauso schwierig wie der Einbruch von außen. Dies lässt sich durch eine durchdachte Konstruktion des Türrahmens und der Fluchtbeschläge (z. B. Paniktürverschlüsse oder Notentriegelungen) sicher lösen.

Der Durchdringungswiderstand der Verglasung lässt sich durch eine sorgfältig abgestimmte Rahmenkonstruktion, eine druckfeste Glashinterfütterung und ein mehrfach verriegelndes Beschlagssystem weiter maximieren, um ein Höchstmaß an Einbruchschutz zu erzielen.

Sicherheits- und Einbruchschutzgläser für Türen

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