Wärmedämmung FAQ
Nachfolgend finden Sie die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema Wärmedämmung und energieeffizientes Glas.
Eine Pilkington Insulight™ Therm Einheit ist die Kombination eines Produkts aus unserem Wärmedämmglas-Sortiment (wie Pilkington K Glass™ oder Pilkington Optitherm™) mit einem klaren Floatglas in einem Zweifach-Isolierglas.
Das System funktioniert wie folgt:
Selektive Beschichtung: Pilkington K Glass™ oder Pilkington Optitherm™ ist so beschichtet, dass das Glas selektiv steuert, welche Wellenlängen der Energie durchgelassen und welche reflektiert werden. Der Großteil der Sonnenenergie trifft als kurzwellige Strahlung auf das Wärmedämmfenster und kann die Low-E-Beschichtung ungehindert passieren – das Glas besitzt für diese Wellenlängen also eine sehr geringe Reflexion.
Energieabsorption: Ein Teil der Energie wird beim Durchtritt vom Glas absorbiert, wodurch sich das Glas erwärmt. Die in den Wohnraum gelangte Energie wird zudem von Gegenständen im Raum (wie Möbeln und Teppichen) aufgenommen, die sich dadurch ebenfalls erwärmen.
Langwellige Abstrahlung: Diese erwärmten Objekte – ebenso wie Heizkörper oder Kamine im Raum – strahlen die Energie wieder ab. Diese Sekundärstrahlung ist keine kurzwellige Strahlung mehr, sondern bewegt sich nun als langwellige Strahlung zurück in Richtung des Wärmedämmfensters.
Effiziente Reflexion: Das Wärmedämmglas verhindert, dass die längerwellige Strahlung über die beschichtete Low-E-Oberfläche nach außen abgegeben wird, und fungiert als effektiver Reflektor. Die in den Raum gelangte Energie sowie die bereits vorhandene Raumwärme werden vom Wärmedämmglas zurückgeworfen. Selbst das Glas, das sich durch den Energiedurchlass erwärmt hat, gibt langwellige Energie ab – und zwar in zwei Richtungen: Ein Teil wird an die Außenatmosphäre abgegeben, ein Teil an das Gebäudeinnere.
Das Ergebnis: Ein farbneutrales Glas, das Energie hereinlässt und maßgeblich dazu beiträgt, den Wärmeverlust nach außen zu verhindern.
Durch den Einsatz von Wärmedämmglas in einem Zweifach-Isolierglas verändern sich die Temperaturen der einzelnen Glasscheiben. Da mehr Wärme im Raum gehalten wird, erwärmt sich die äußere Scheibe durch entweichende Energie deutlich weniger, während die innere Scheibe die Wärme im Raum hält und wärmer bleibt. Dies hat zwei positive Effekte: Kalte Zuglufterscheinungen durch Konvektion in Fensternähe werden minimiert und das Risiko von Kondensatbildung (Tauwasser) auf der Scheibeninnenseite wird reduziert. Auf diese Weise verhindert eine Wärmedämmverglasung nicht nur Wärmeverluste, sondern sorgt in den kälteren Monaten des Jahres aktiv für Behaglichkeit.
Der Ug-Wert von energieeffizienten Verglasungen
Die Nennleistung, mit der Glas Wärme aus dem Gebäude nach außen transportiert, wird durch den Ug-Wert gemessen. Der Ug-Wert wird in W/m²K (Watt pro Quadratmeter und Kelvin Temperaturdifferenz) angegeben. Je höher dieser Wert ist, desto größer ist der Wärmeverlust.
Beispiel zur Berechnung des Wärmeverlusts:
Bei einem Haus mit einer Glasfläche von 20 m², einer Einfachverglasung (typischer Ug-Wert von 5,8) und einer Außentemperatur, die 10 Grad unter der Innentemperatur liegt, beträgt der Wärmeverlust 1.160 Watt (= 5,8 x 20 x 10). Das entspricht einer Verlustleistung, die über der Heizstufe eines elektrischen Heizstrahlers liegt. Ersetzt man dieses Glas durch ein modernes Wärmedämmprodukt mit einem Ug-Wert von beispielsweise 1,5, sinkt der Verlust auf nur noch 300 Watt – das entspricht fast einer Viertelung des Wärmeverlusts.
Verbesserte Fensterdichtungen und ein optimierter Windschutz steigern die Gesamtdämmeigenschaften des Fensters zusätzlich und sparen noch mehr Energie. Der andere Aspekt der Energieeffizienz ist die Fähigkeit des Glases, Energie durchzulassen. Die Gesamtbewertung der Effizienz eines Glases ergibt sich aus dem Ug-Wert des Objekts gepaart mit der Rate, mit der Wärme in das Gebäude gelassen wird. Der Gesamtenergiedurchlassgrad (fachlich korrekt als Gesamt-Sonnenenergietransmission oder g-Wert bezeichnet) ist der hierfür maßgebliche Kennwert des Glases. Je höher dieser Wert ist, desto besser lassen sich solare Gewinne erzielen, was in den meisten Wohngebäuden das primäre Ziel ist. Verschiedene Wärmedämmglastypen lassen sich ideal anhand des Ug-Werts und des g-Werts miteinander vergleichen.
Shading Coefficient (Gesamtmittelungsfaktor / Abschattungskoeffizient)Eine weitere Messgröße zum Vergleich von Wärmedämmgläsern ist der Abschattungskoeffizient (Shading Coefficient). Abschattungskoeffizienten vergleichen die solaren Wärmetransmissionseigenschaften des Glases im kurzwelligen und langwelligen Bereich. Der Energieanteil, den das jeweilige Glas durchlässt, wird dabei auf eine standardisierte, dünne klare Glasscheibe mit bekannten Eigenschaften bezogen. Abschattungskoeffizienten werden für die kurzwellige Energie, die langwellige Energie sowie kombiniert als Gesamtabschattungskoeffizient angegeben. Ein Glas mit einem relativ hohen langwelligen Abschattungskoeffizienten hat viel Energie absorbiert und strahlt diese in das Gebäude ab – typischerweise handelt es sich dabei um ein eingefärbtes, stark absorbierendes Glas. Diese Daten sind von besonderem Interesse für Architekten sowie Heizungs- und Lüftungsingenieure, da sie die Heiz- und Kühllasten eines Gebäudes exakt berechnen können, sobald bekannt ist, wie viel Energie in ein Gebäude gelangt oder daraus entweicht.
Das staatlich anerkannte System zur energetischen Bewertung von Fenstern
Das staatlich anerkannte Klassifizierungssystem für die Energieeffizienz von Fenstern (Window Energy Ratings) bewertet Bauelemente auf einer Skala von G (geringste Effizienz) bis A+ (höchste Energieeffizienz). Die aktuellen Bauvorschriften zur Energieeffizienz von Wohngebäuden fordern für Fenster mindestens die Effizienzklasse C. Die meisten Fensterhersteller sind jedoch bestrebt, dem Endkunden die höchstmögliche Energieeffizienz zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten.
So verbessern Sie die Energieeffizienzklasse Ihres Fensters – Der Weg zum „A-Label“
Der verwendete Wärmedämmglastyp ist nicht der einzige Faktor, der die Gesamtenergieeffizienz eines Fensters beeinflusst. Signifikante Verbesserungen der Bewertung lassen sich gezielt über zwei Hebel realisieren:
Optimierung des Gesamtenergiedurchlassgrads (g-Wert) des Fensters (Erhöhung der kostenlosen solaren Wärmegewinne), ohne dabei den U-Wert negativ zu beeinflussen.
Optimierung des U-Werts des Fensters (Verbesserung des Schutzes vor Heizwärmeverlusten), ohne dabei den g-Wert zu reduzieren.
Der Einsatz von Edelgasen wie Argon im Scheibenzwischenraum sowie die Verwendung einer sogenannten „Warmen Kante“ (wärmetechnisch optimierte Abstandshalter) verbessern den Ug-Wert des Isolierglases deutlich. Durch den Einsatz eines eisenoxidarmen Weißglases wie Pilkington Optiwhite™ wird wiederum der g-Wert spürbar erhöht.
Die genaue Höhe dieses Nutzens hängt maßgeblich von einflussreichen Nicht-Glas-Faktoren ab – wie dem $U$-Wert des Fensterrahmens sowie dem Rahmenanteil (Verhältnis von Rahmen- zu Glasfläche). Die Praxis zeigt: Durch die Kombination der besten verfügbaren Technologien ist es wirtschaftlich absolut machbar, Fenster mit einem A-Rating zu realisieren, ohne auf eine Dreifachverglasung oder kostenintensive Kryptonfüllungen zurückgreifen zu müssen.
Mit den Window Energy Ratings steht ein System zur Verfügung, das die positiven Energiegewinne durch Fenster transparent abbildet und anerkennt. Fenster werden dadurch als aktiver Beitrag zur positiven Energiebilanz von Gebäuden wahrgenommen. Gesetzgeber und Planer müssen somit nicht länger in Kategorien der Reduzierung von Fensterflächen denken. Großzügige Glasarchitektur lässt sich auf diese Weise problemlos in energieeffiziente Gebäude integrieren.
Globale Trends bei der energetischen Fensterbewertung
Energieeffizienzklassen für Fenster und Produkte mit einem A-Label sind weder ein neues Phänomen noch eine rein britische Initiative. Entsprechende Programme zur Bewertung der Fensterleistung sind in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland sowie in vielen anderen Ländern bereits fest etabliert. Zahlreiche weitere Nationen arbeiten an ähnlichen Systemen zur energetischen Zertifizierung von Fenstern und Türen.
Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Gebäude gehören zu den Hauptenergieverbrauchern, und die Verglasung stellt traditionell eine der potenziellen Schwachstellen für Wärmeverluste dar. Eine Steigerung der Energieeffizienz von Fenstern und Türen führt zu einer dauerhaften und lebenslangen Verbesserung der energetischen Gesamtbilanz von Immobilien. Dies hat einen direkten, messbaren Einfluss auf den weltweiten Energieverbrauch. Da effiziente Energienutzung eine globale Herausforderung ist, setzen Länder weltweit auf standardisierte Bewertungssysteme, um die energetische Performance zu optimieren und gezielt hocheffiziente Fenster einzusetzen.
Energetische Bewertung von Fenstern (Window Energy Ratings)
Das Window Energy Rating (WER) gibt an, wie energieeffizient Ihre Fenster sind. Das Bewertungssystem basiert auf einer Skala von G bis A+, wobei Fenster der Klasse A+ die höchste Energieeffizienz aufweisen. Dieses System ähnelt den bekannten Energieeffizienzlabels von Haushaltsgeräten, weißer Ware oder Leuchtmitteln.
Da in den meisten Häusern bis zu 25 % der Wärme über die Fenster entweicht, lohnt sich der Einbau neuer, energieeffizienter Fenster, um Energie zu sparen und somit die Heizkosten spürbar zu senken. Immer mehr Menschen entscheiden sich im Zuge von Energiesparmaßnahmen gezielt für Fenster der Klassen A oder A+.
Die Wahl von Fenstern mit einem integrierten Wärmedämmglas (Low-E) – wie dem bekannten Pilkington K Glass™ oder Pilkington Optitherm™ – verhindert wirksam, dass Wärme durch die Scheiben entweicht, indem sie die Raumwärme zurück in das Gebäude reflektiert. Diese energiesparenden Glasprodukte können in Zweifach-Isoliergläser wie Pilkington Insulight™ Therm integriert werden und unterstützen Fenster unabhängig vom Rahmenmaterial dabei, die höchsten Klassen des Window Energy Ratings zu erreichen.
Was genau ist ein Window Energy Rating?
Die Bewertung eines Fensters wird über eine mathematische Formel ermittelt, die folgende Faktoren berücksichtigt: den Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert), also den Anteil der Sonnenwärme, der das Glas passieren kann; den U-Wert des gesamten Fensters (Rahmen und Glas kombiniert), welcher angibt, wie effektiv das Fenster die Wärme im Haus hält; sowie die Luftinfiltration durch die Fensterdichtungen. Um eine standardisierte Bewertung über alle Produkte hinweg zu gewährleisten, wird eine einheitliche Fenstergröße und -konfiguration als Berechnungsgrundlage genutzt. Der ermittelte Wert wird anschließend in eine Effizienzklasse auf der Skala von G bis A eingestuft. Dies sichert eine durchgängige Konsistenz mit anderen Kennzeichnungssystemen, die Verbrauchern bereits von Waschmaschinen, Leuchtmitteln oder Kühlschränken vertraut sind.
Wer erhält ein Window Energy Rating (WER)?
Ein Window Energy Rating und das dazugehörige Label gelten immer für das Fenster als Gesamtsystem (d. h. Rahmen und Glas zusammen). Sie können weder für den Rahmen noch für das Profilsystem oder das Glas einzeln vergeben werden. Die Bewertung und Kennzeichnung erfolgen daher an dem Punkt, an dem all diese Komponenten zu einem fertigen Fenster zusammengeführt werden. In der Regel wird somit das fertige Produkt des Fensterbauers bzw. Montagebetriebs bewertet – bei werkseitig verglasten Elementen kann es auch das Produkt des Fensterherstellers sein. Ihr Fensterbauer hält hierzu weitere Informationen für Sie bereit.
Glasspezifikation
Window Energy Ratings bilanzieren sowohl die positiven Faktoren (solare Gewinne) als auch die negativen Aspekte (Wärmeverluste) der eingesetzten Verglasung. Die Produkte aus unserem Wärmedämmglas-Sortiment besitzen zwar unterschiedliche Eigenschaften, erfüllen oder übertreffen jedoch – integriert in ein Pilkington Insulight™ Therm Zweifach-Isolierglas – in den entsprechenden Rahmensystemen ausnahmslos die gesetzlichen Bauvorschriften und erreichen Bewertungen bis zur Spitzenklasse A+.
Als energieeffiziente Verglasung wird der Einsatz von modernen Zweifach- oder Dreifach-Isoliergläsern in Wohngebäuden bezeichnet. Im Gegensatz zu einer ursprünglichen Einfachverglasung oder alten Isoliergläsern integriert eine energieeffiziente Verglasung online- oder offline-beschichtete Wärmedämmgläser (Low-E), um den Wärmeverlust durch das Fenster wirksam zu verhindern. Dies verleiht den Fenstern hochdämmende Eigenschaften, steigert die Energieeffizienz des Gebäudes und trägt spürbar zur Senkung der Heizkosten bei.
Wärmedämmglas (häufig auch als Low-E-Glas bezeichnet) ist ein funktionelles, energieeffizientes Glas, das speziell dafür entwickelt wurde, das Entweichen von Raumwärme an die kalte Außenluft zu blockieren. Produkte wie Pilkington K Glass™ oder Pilkington Optitherm™ verfügen über eine unsichtbare Funktionsschicht, die den Wärmetransfer drastisch reduziert und die Innenraumwärme aktiv zurück in den Raum reflektiert.
Viele ältere Isolierglaseinheiten enthalten leider noch kein Wärmedämmglas und sind daher energetisch nicht mehr zeitgemäß. Durch den Austausch bestehender Verglasungen gegen modernes Wärmedämmglas lässt sich die Energiebilanz des Hauses optimieren, lassen sich die monatlichen Fixkosten senken und der CO₂-Fußabdruck verringern. Pilkington Insulight™ Therm Wärmedämmgläser können die Energieeffizienz im Vergleich zu alten Isoliergläsern ohne Low-E-Beschichtung mehr als verdoppeln.
Unverzichtbar ist Wärmedämmglas in Räumen oder Gebäuden mit einem hohen Glasanteil, wie beispielsweise in Wintergärten oder Glasanbauten. Der Einsatz von Low-E-Gläsern sorgt dafür, dass die Wärme selbst im tiefsten Winter im Raum gehalten wird, sodass diese Wohnbereiche über deutlich mehr Monate im Jahr komfortabel genutzt werden können. Ebenso empfiehlt sich Wärmedämmglas für Nord- oder Ostfassaden, an denen naturgemäß mit höheren Wärmeverlusten zu rechnen ist. Für Süd- und Westverglasungen, bei denen im Sommer eine Überhitzung droht, wird Ihr Fensterbauer gegebenenfalls den zusätzlichen Einsatz von Sonnenschutzglas empfehlen.
Die Vorteile einer energieeffizienten Verglasung
Der Einbau von Fenstern mit energieeffizienten Zweifach- oder Dreifach-Isoliergläsern bietet eine Vielzahl klarer Vorteile:
Optimiert die Energieeffizienz des Gebäudes nachhaltig.
Reduziert den Primärenergieverbrauch messbar.
Senkt die laufenden Heizkosten spürbar.
Bietet eine signifikant höhere Performance als Einfachverglasungen oder Standard-Isoliergläser ohne Beschichtung.
Garantiert die kompromisslose Qualität und Sicherheit einer führenden Weltmarke.
Wird nach den höchsten europäischen Qualitätsstandards gefertigt.
Ist bundesweit über Fensterbauer und Verarbeiter für verschiedenste Rahmensysteme und Materialien erhältlich.
Wärmedämmglas (häufig auch als Low-E-Glas bezeichnet) ist ein funktionelles, energieeffizientes Glas, das speziell dafür entwickelt wurde, das Entweichen von Raumwärme an die kalte Außenluft zu blockieren. Produkte wie Pilkington K Glass™ oder Pilkington Optitherm™ verfügen über eine unsichtbare Funktionsschicht, die den Wärmetransfer drastisch reduziert und die Innenraumwärme aktiv zurück in den Raum reflektiert.
Viele ältere Isolierglaseinheiten enthalten leider noch kein Wärmedämmglas und sind daher energetisch nicht mehr zeitgemäß. Durch den Austausch bestehender Verglasungen gegen modernes Wärmedämmglas lässt sich die Energieeffizienz des Hauses optimieren, lassen sich die monatlichen Fixkosten senken und der CO₂-Fußabdruck verringern. Wärmedämmgläser von Pilkington können die Energieeffizienz im Vergleich zu alten Isoliergläsern ohne Low-E-Beschichtung mehr als verdoppeln.
Unverzichtbar ist Wärmedämmglas in Räumen oder Gebäuden mit einem hohen Glasanteil, wie beispielsweise in Wintergärten oder Glasanbauten. Der Einsatz von Low-E-Gläsern sorgt dafür, dass die Wärme selbst im tiefsten Winter im Raum gehalten wird, sodass diese Wohnbereiche über deutlich mehr Monate im Jahr komfortabel genutzt werden können. Ebenso empfiehlt sich Wärmedämmglas für Nord- oder Ostfassaden, an denen naturgemäß mit höheren Wärmeverlusten zu rechnen ist. Für Süd- und Westverglasungen, bei denen im Sommer eine Überhitzung droht, wird Ihr Fensterbauer gegebenenfalls den zusätzlichen Einsatz von Sonnenschutzglas empfehlen.
Die NSG Group bietet ein breites Portfolio an monolithischen Wärmedämmgläsern sowie Zweifach- und Dreifach-Isolierglaseinheiten mit integrierter Low-E-Beschichtung an:
Monolithisches Wärmedämmglas (Basisglas):
Pilkington K Glass™ N
Pilkington Energy Advantage™
Pilkington K Glass™ N OW
Pilkington Optitherm™ S3
Pilkington Optitherm™ S1A
Zweifach- oder Dreifach-Isolierverglasungen:
Pilkington Insulight™ Therm
Pilkington Insulight™ Therm Triple
Pilkington Spacia™
Geld sparen mit modernen Wärmedämmgläsern
Es mag überraschen, aber bis zu 25 % der Wärme in einem Wohngebäude können über energetisch unzureichende Fenster verloren gehen. Ohne eine energieeffiziente Verglasung werfen Sie Ihr Geld sprichwörtlich aus dem Fenster.
Wussten Sie schon, dass Sie durch den Einbau von Wärmedämmfenstern die Gesamtenergieeffizienzklassen (Window Energy Ratings) signifikant verbessern und den Energieverlust durch Ihre Fenster um bis zu 75 % senken können? Angesichts dieser Zahlen und der heutigen Energiekosten ist es absolut nachvollziehbar, warum sich immer mehr Menschen für hocheffiziente Fenster mit einem A-Rating entscheiden und ihre bestehenden Rahmen mit modernem Wärmedämmglas aufwerten.
Nutzen Sie gern unseren Energieeinspar-Rechner, um direkt selbst zu sehen, wie viel Sie durch den Einsatz eines Produkts aus unserem Wärmedämmglas-Sortiment einsparen können.
Funktionsweise von Wärmedämmglas (Low-E)Wärme fließt physikalisch immer in Richtung der Kälte. Daher nimmt eine Fensterscheibe ohne Wärmedämmbeschichtung die Wärme aus dem Innenraum auf und strahlt sie an die kältere Außenfläche ab, wo sie ungenutzt verloren geht. Wärmedämmglas ist mit einer speziellen Funktionsschicht versehen, die Wärme extrem schlecht abstrahlt und den Wärmetransfer nach außen blockiert. Stattdessen reflektiert die Low-E-Beschichtung die Raumwärme aktiv zurück in den Innenraum.
Pilkington K Glass™ oder Pilkington Optitherm™ ist so beschichtet, dass das Glas selektiv steuert, welche Wellenlängen der Energie durchgelassen und welche reflektiert werden. Der Großteil der Sonnenenergie trifft als kurzwellige Strahlung auf das Wärmedämmfenster und kann die Low-E-Beschichtung ungehindert passieren – das Glas besitzt für diese Wellenlängen also eine sehr geringe Reflexion. Ein Teil der Energie wird beim Durchtritt vom Glas absorbiert, wodurch sich das Glas erwärmt. Die in den Wohnraum gelangte Energie wird zudem von Gegenständen im Raum (wie Möbeln und Teppichen) aufgenommen, die sich dadurch ebenfalls erwärmen.
Diese erwärmten Objekte – ebenso wie Heizkörper oder Kamine im Raum – strahlen die Energie wieder ab. Diese Sekundärstrahlung ist keine kurzwellige Strahlung mehr, sondern bewegt sich nun als langwellige Strahlung zurück in Richtung des Wärmedämmfensters. Das Wärmedämmglas verhindert, dass die längerwellige Strahlung über die beschichtete Low-E-Oberfläche nach außen abgegeben wird, und fungiert als effektiver Reflektor. Die in den Raum gelangte Energie sowie die bereits vorhandene Raumwärme werden vom Wärmedämmglas zurückgeworfen.
Selbst das Glas, das sich durch den Energiedurchlass erwärmt hat, gibt langwellige Energie ab – und zwar in zwei Richtungen: Ein Teil wird an die Außenatmosphäre abgegeben, ein Teil an das Gebäudeinnere. Das Ergebnis ist ein farbneutrales Glas, das Energie hereinlässt und maßgeblich dazu beiträgt, den Wärmeverlust nach außen zu verhindern.
Durch den Einsatz von Wärmedämmglas in einem Zweifach-Isolierglas verändern sich die Temperaturen der einzelnen Glasscheiben. Da mehr Wärme im Raum gehalten wird, erwärmt sich die äußere Scheibe durch entweichende Energie deutlich weniger, während die innere Scheibe die Wärme im Raum hält und wärmer bleibt. Dies hat zwei positive Effekte: Kalte Zuglufterscheinungen durch Konvektion in Fensternähe werden minimiert und das Risiko von Kondensatbildung (Tauwasser) auf der Scheibeninnenseite wird reduziert. Auf diese Weise verhindert eine Wärmedämmverglasung nicht nur Wärmeverluste, sondern sorgt in den kälteren Monaten des Jahres aktiv für Behaglichkeit.
Die Nennleistung, mit der Glas Wärme aus dem Gebäude nach außen transportiert, wird durch den Ug-Wert gemessen. Die Einheit für den Ug-Wert ist W/m²K (Watt pro Quadratmeter und Kelvin Temperaturdifferenz). Je höher dieser Wert ist, desto größer ist der Wärmeverlust. Bei einem Haus mit einer Glasfläche von 20 m², einer Einfachverglasung (typischer Ug-Wert von 5,8) und einer Außentemperatur, die 10 Grad unter der Innentemperatur liegt, beträgt der Wärmeverlust 1.160 Watt (= 5,8 x 20 x 10). Das entspricht einer Verlustleistung, die über der Heizstufe eines elektrischen Heizstrahlers liegt. Ersetzt man dieses Glas durch ein modernes Wärmedämmprodukt mit einem Ug-Wert von beispielsweise 1,5, sinkt der Verlust auf nur noch 300 Watt – das entspricht fast einer Viertelung des Wärmeverlusts. Verbesserte Fensterdichtungen und ein optimierter Windschutz steigern die Gesamtdämmeigenschaften des Fensters zusätzlich und sparen noch mehr Energie.
Der andere Aspekt der Energieeffizienz ist die Fähigkeit des Glases, Energie durchzulassen. Die Gesamtbewertung der Effizienz eines Glases ergibt sich aus dem Ug-Wert des Objekts gepaart mit der Rate, mit der Wärme in das Gebäude gelassen wird. Der Gesamtenergiedurchlassgrad (fachlich korrekt als Gesamt-Sonnenenergietransmission oder g-Wert bezeichnet) ist der hierfür maßgebliche Kennwert des Glases. Je höher dieser Wert ist, desto besser lassen sich solare Gewinne erzielen, was in den meisten Wohngebäuden das primäre Ziel ist. Verschiedene Wärmedämmglastypen lassen sich ideal anhand des Ug-Werts und des g-Werts miteinander vergleichen.
Eine weitere Messgröße zum Vergleich von Wärmedämmgläsern ist der Abschattungskoeffizient (Shading Coefficient). Abschattungskoeffizienten vergleichen die solaren Wärmetransmissionseigenschaften des Glases im kurzwelligen und langwelligen Bereich. Der Energieanteil, den das jeweilige Glas durchlässt, wird dabei auf eine standardisierte, dünne klare Glasscheibe mit bekannten Eigenschaften bezogen. Abschattungskoeffizienten werden für die kurzwellige Energie, die langwellige Energie sowie kombiniert als Gesamtabschattungskoeffizient angegeben. Ein Glas mit einem relativ hohen langwelligen Abschattungskoeffizienten hat viel Energie absorbiert und strahlt diese in das Gebäude ab – typischerweise handelt es sich dabei um ein eingefärbtes, stark absorbierendes Glas. Diese Daten sind von besonderem Interesse für Architekten sowie Heizungs- und Lüftungsingenieure, da sie die Heiz- und Kühllasten eines Gebäudes exakt berechnen können, sobald bekannt ist, wie viel Energie in ein Gebäude gelangt oder daraus entweicht.
Ihre Vorteile im Überblick
Der Einbau von Fenstern mit modernen Wärmedämmgläsern in energieeffizienten Zweifach- oder Dreifach-Isolierglaseinheiten bietet eine Vielzahl klarer Vorteile:
Optimiert die Energieeffizienz des Gebäudes nachhaltig.
Reduziert den Primärenergieverbrauch messbar.
Senkt die laufenden Heizkosten spürbar.
Bietet eine signifikant höhere Performance als Einfachverglasungen oder Standard-Isoliergläser ohne Beschichtung.
Garantiert die kompromisslose Qualität und Sicherheit einer führenden Weltmarke.
Wird nach den höchsten europäischen Qualitätsstandards gefertigt.
Ist bundesweit über Fensterbauer und Verarbeiter für verschiedenste Rahmensysteme und Materialien erhältlich.
Energiesparendes Glas kann im gesamten Gebäude eingesetzt werden, um dessen Energieeffizienz nachhaltig zu steigern. Fenster, Türen, Wintergärten und Dachverglasungen profitieren gleichermaßen vom Einsatz energieeffizienter Isoliergläser, da sie die Wärme im Raum halten und die Heizkosten spürbar senken.
Je nach Anforderung und Einsatzzweck lassen sich die Produkte aus unserem Wärmedämmglas-Sortiment flexibel mit anderen Glastypen kombinieren, um zusätzliche Funktionen zu integrieren – wie beispielsweise dekorative Effekte, passive Sicherheit (Aktiv- und Passivschutz), erhöhten Einbruchschutz oder Schallschutz. Diese Kombinationen stellen sicher, dass Ihr Objekt von einem großzügigen Tageslichteinfall profitiert und gleichzeitig ein komfortables, sicheres und ästhetisches Wohnumfeld bietet.
Kondensat (Tauwasser) entsteht, wenn feuchtigkeitsbeladene Luft auf eine kalte Oberfläche trifft, deren Temperatur auf oder unter dem Taupunkt liegt. Am Taupunkt kondensiert die Feuchtigkeit aus der Luft aus. Da warme Luft deutlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte Luft, lässt sich der Taupunkt durch das Halten einer höheren Raumlufttemperatur sowie durch die Senkung der Luftfeuchtigkeit positiv beeinflussen. Regelmäßiges Lüften trägt dazu bei, die Luftfeuchtigkeit niedrig zu halten.
Der Einbau von Wärmedämmglas (Low-E) erhöht die Oberflächentemperatur der inneren Glasscheibe, wodurch das Risiko von Kondensatbildung auf der Raumseite erheblich minimiert wird. Da Wärmedämmglas gleichzeitig die Temperatur der äußeren Scheibe reduziert, kann dies unter bestimmten Witterungsbedingungen zu temporärer Kondensatbildung auf der Glasaußenseite führen. Das beste Ergebnis zur Vermeidung dieses Effekts wird mit Pilkington Anti-condensation Glass erzielt. Äußeres Kondensat stellt für Fenster jedoch kein technisches Problem dar, sondern ist vielmehr der sichtbare Beweis für die hervorragende Wärmedämmleistung des Glases.
Offline-Beschichtungen (Soft Coats) werden außerhalb der Floatglaslinie appliziert, auf der das Basisglas hergestellt wird. Die chemischen Substanzen werden unter streng kontrollierten Bedingungen auf das Glas aufgedampft. Nach der Herstellung sind diese Schichten häufig anfällig für mechanische Beschädigungen und Oxidation. Daher wird dieses Glas ausnahmslos innerhalb eines Mehrscheiben-Isolierglases (MIG) weiterverarbeitet.
Online-Beschichtungen (Hard Coats) hingegen sind mechanisch und chemisch widerstandsfähiger und werden direkt während des Floatglas-Herstellungsprozesses (In-Line) aufgebracht. Die Beschichtung erfolgt, solange das Glas noch heiß ist, wodurch sich die Schicht dauerhaft mit der Glasoberfläche verbindet.
Pilkington Activ™ und Pilkington K Glass™ sind typische Beispiele für Online-Beschichtungen. Pilkington Suncool™ und Pilkington Optitherm™ zählen zu den Offline-Beschichtungen.
