Verarbeitungstechnische FAQ selbstreinigendes Glas

Hier finden Sie alle Informationen zur Verarbeitung der selbstreinigenden Pilkington Activ™-Glasprodukte.

    Mit innenliegenden Sprossen?

    Ja. Die Sprossen befinden sich im Scheibenzwischenraum zwischen den beiden Glasscheiben und kommen nicht mit der Pilkington Activ™-Beschichtung in Berührung. Wenn der Kunde jedoch nicht beabsichtigt, die gesamte Verglasung durch Pilkington Activ™ zu ersetzen, sollte er darauf hingewiesen werden, dass sich die visuellen Eigenschaften von Pilkington Activ™ von denen des Klarglases unterscheiden. Daher können innenliegende Sprossen optisch leicht anders wirken als bei einer Verglasung mit Standardklarglas.

    Mit aufgeklebten Facettenelementen (Bevels)?

    Ja, aber der für das Aufbringen der Facettenelemente auf das Glas verwendete Klebstoff muss die Kompatibilitätstests der NSG Group erfolgreich bestanden haben. Diese Produkte sind auf der Seite „Technische Aktualisierungen“ aufgeführt.

    Für Holzrahmensysteme?

    Ja, aber nur mit Dichtstoffen oder Verglasungsbändern, die die Kompatibilitätstests der NSG Group erfolgreich bestanden haben. Silikonprodukte dürfen nicht verwendet werden. Kompatible Produkte sind auf der Seite „Technische Aktualisierungen“ aufgeführt. Hinweis: Die Testverfahren der NSG Group bestätigen ausschließlich die Produktkompatibilität mit Pilkington Activ™. Die Dichtstofflieferanten sind selbst dafür verantwortlich, die Lebensdauer ihrer Produkte zu prüfen und/oder deren Eignung für die Verglasung und die Isolierglasherstellung zu empfehlen.

    Mit aufgeklebten Bleiprofilen?

    Ja, aber das Fabrikat des verwendeten Bleiprofils sowie der Klebstoff zu dessen Aufbringung auf das Glas müssen die Kompatibilitätstests der NSG Group erfolgreich bestanden haben. Zudem sollten die Bleiprofile patiniert sein. Diese Produkte sind auf der Seite „Technische Aktualisierungen“ aufgeführt. Der Kunde sollte darauf aufmerksam gemacht werden, dass das Aufbringen von Bleiprofilen das Fenster praktisch in viele kleine Einzelfenster unterteilt, was den hydrophilen Wassereffekt (Wasserfilm-Bildung) verändert.

    Mit Duplex-Sprossen, Wiener Sprossen oder aufgeklebten Sprossen/Facettenelementen?

    Ja, aber die Klebebänder, die zur Befestigung der Sprossen auf dem Glas verwendet werden, müssen die Kompatibilitätstests der NSG Group erfolgreich bestanden haben. Diese Produkte sind auf der Seite „Technische Aktualisierungen“ aufgeführt. Diese dekorativen Sprossen können nach dem Einbau wie eine Barriere wirken und zu einer Ansammlung von Schmutzrückständen entlang der Kanten der aufgeklebten Sprossen führen.

Nein. Jede Bearbeitung dieser Art auf der beschichteten Oberfläche führt dazu, dass die selbstreinigenden Eigenschaften überall dort dauerhaft verloren gehen, wo die Beschichtung beschädigt oder abgetragen wird.
Die NSG Group empfiehlt, die Aufbringung des Sicherheitsstempels nach Möglichkeit immer auf der unbeschichteten Oberfläche vorzunehmen. Falls dies jedoch technisch nicht praktikabel ist, kann die Stempelung auch auf der beschichteten Oberfläche erfolgen; hierbei ist jedoch mit äußerster Sorgfalt vorzugehen.
Nur bei übermäßig hohen Temperaturen. Pilkington Activ™ wird in einem ähnlichen Verfahren wie unbeschichtetes Glas thermisch vorgespannt. Bei einer Überhitzung können sich jedoch die selbstreinigenden Eigenschaften verändern.
Ja, jedoch mit großer Sorgfalt und unter der Voraussetzung, dass zu keinem Zeitpunkt ein Kontakt von Silikon mit der Pilkington Activ™-Oberfläche stattfindet, da dies zu einer irreversiblen Kontamination führen würde. Ein mit Silikon versiegeltes Isolierglas wird im Regelfall so eingebaut und verglast, dass Feuchtigkeit den Randverbund nicht erreichen und somit auch nicht über die Glasoberfläche ablaufen kann.
Verwenden Sie eine Sekundardichtung auf Silikonbasis oder decken Sie den Randverbund alternativ mit einem Bleistreifen ab. Das Blei sollte mit Leadshield™ oder Patinieröl behandelt werden, um das Risiko von Carbonat-Abläufen zu minimieren. Bei dieser Art der Anwendung sind Abläufe im Regelfall unproblematisch, da sich die Stufenkante üblicherweise am unteren Ende der Verglasung befindet. Bei Wintergärten besteht jedoch ein höheres Risiko für Abläufe, bei denen Bleicarbonat von den Dachanschlussprofilen (Bleischürzen) auf das darunter liegende Glasdach gespült wird. Dies kann zu Fleckenbildung auf jeder Glasart führen, nicht nur auf Pilkington Activ™.

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