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Glastrennwände, Personen- & Objektschutz

Wird Glas im Überkopfbereich, in bodentiefen Verglasungen oder in und an Türen, Fenstern sowie Trennwänden eingesetzt, müssen die geltenden Sicherheitsnormen erfüllt sein, um vor Verletzungen bei versehentlichem Personenanprall zu schützen – beispielsweise, wenn ein Kind gegen eine Terrassentür läuft.

Es gibt zwei wesentliche Arten von Sicherheitsglas:

- Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG): Ist bis zu fünfmal biegebruchfester als herkömmliches Standardglas und zerfällt im Bruchfall in kleine, stumpfkantige Krümel mit geringem Verletzungsrisiko.

- Verbund-Sicherheitsglas (VSG): Besteht aus mindestens zwei Glasscheiben, die durch eine reißfeste, transparente Kunststoff-Zwischenschicht (PVB) fest miteinander verbunden sind. Bei Glasbruch splittert die Scheibe zwar, bleibt jedoch durch die Folie in ihrer Position gebunden, was das Verletzungs- und Durchsturzrisiko minimiert.

Die erforderliche Stoßfestigkeitsklasse richtet sich nach Einbauort und Abmessung der Verglasung. Ihr Glaser oder Glasfachhändler berät Sie hierzu gerne. Im Zweifelsfall fordern Sie für die meisten Anwendungsbereiche Sicherheitsglas nach DIN EN 12600 Klasse 2 oder 1 an. Besondere Zusatzanforderungen gelten für absturzsichernde Verglasungen zur Absicherung von Höhenunterschieden, wie etwa an Außenbalkonen oder Treppenläufen.

Schutz vor Unfällen

Im Wohnbereich gibt es zahlreiche Bereiche, an denen eine Absturzsicherung erforderlich sein kann. Solche Barrieren dienen dem Schutz vor Höhenunterschieden. Im privaten Wohnbau liegt der normative Mindesthöhenunterschied, ab dem eine Absturzsicherung vorgeschrieben ist, bei 600 mm (nach BS 6180; in Deutschland gemäß den Landesbauordnungen und DIN 18008-4 in der Regel ab 500 mm bis 1.000 mm Absturzhöhe). Auch wenn dies bereits wie ein spürbarer Höhenunterschied wirkt, wird davon ausgegangen, dass Bewohner mit den Gegebenheiten ihres eigenen Zuhauses vertraut sind.

Selbstverständlich können Sie sich auch bei geringeren Höhenunterschieden für die Montage einer Absturzsicherung entscheiden. Eine solche Barriere muss den in den einschlägigen Normen definierten statischen Lasten (wie Holmlasten und Windlasten) zuverlässig standhalten.

Die geforderte Lastaufnahme richtet sich nach dem jeweiligen Gefahrenpotenzial und dem Einbauort: So müssen Außenbalkone deutlich höheren Lasten standhalten als innenliegende Treppenläufe oder Galerien.

Glas eignet sich ideal für Absturzsicherungen, da es maximalen Schutz mit uneingeschränkter Durchsicht und optimalem Lichteinfall verbindet.

Für die Umsetzung stehen verschiedene Konstruktionsprinzipien und Befestigungssysteme zur Verfügung (z. B. linienförmig gelagert, punktgehalten oder als Pfostenkonstruktion). Bei der Planung und Montage absturzsichernder Verglasungen sollte stets fachliche Beratung durch qualifizierte Experten hinzugezogen werden.

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