Sekundärverarbeitung von Architekturglas
Sekundärverarbeitung von Architekturglas
Die folgenden Arten der Glasweiterverarbeitung zeichnen sich durch ein hohes Produktionsvolumen aus und werden überwiegend von Glasherstellern durchgeführt.
Beschichtung (Offline)
Bei Offline-Beschichtungsverfahren kommt eine Vakuumbeschichtungstechnologie zum Einsatz, die als Sputterverfahren bezeichnet wird. Dabei wird ein sogenanntes Target mit Ionen beschossen, wodurch Atome aus dem Material herausgelöst und auf der Glasoberfläche abgeschieden werden.
Dieses Verfahren wird unter anderem zur Herstellung von Produkten wie Pilkington Optitherm™ und Pilkington Suncool™ eingesetzt.
Sekundärverarbeitung von Architekturglas
Laminieren
Beim Laminieren werden zwei oder mehr Glasscheiben mithilfe einer dazwischenliegenden Polymerfolie dauerhaft miteinander verbunden. Durch den Einsatz von Wärme und Druck werden Lufteinschlüsse entfernt, sodass das Laminat optisch wie eine einzelne Glasscheibe erscheint.
Mechanisch weist Verbundsicherheitsglas jedoch eine deutlich höhere Widerstandsfähigkeit auf: Im Bruchfall werden die Glassplitter von der Folie zusammengehalten, wodurch das Verletzungsrisiko erheblich reduziert wird.
Verbundsicherheitsglas wird überall dort eingesetzt, wo hohe Anforderungen an den Personen- oder Einbruchschutz gestellt werden.
Sekundärverarbeitung von Architekturglas
Verspiegelung
Bei der Herstellung von Spiegeln wird auf eine Oberfläche des Floatglases eine dünne Schicht aus hochreinem Silber aufgebracht.
Anschließend wird eine weitere dünne Schutzschicht aufgetragen, die das Silber vor Oxidation schützt. Abschließend erhält der Spiegel eine keramische Schutzlackierung.
Nach diesem Verfahren wird Pilkington Optimirror™ Plus hergestellt.