Weiterverarbeitung von Architekturglas

Im Geschäftsbereich Architekturglas Produkte werden die folgenden Arten der Glasweiterverarbeitung sowohl von Glasherstellern als auch von anderen Unternehmen durchgeführt.

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Weiterverarbeitung von Architekturglas

Im Geschäftsbereich Architekturglas Produkte werden die folgenden Arten der Glasweiterverarbeitung sowohl von Glasherstellern als auch von anderen Unternehmen durchgeführt.

Mehrscheiben-Isoliergläser

Mehrscheiben-Isoliergläser bestehen aus zwei oder mehr Glasscheiben, die durch Abstandhalter voneinander getrennt sind. Dadurch entstehen zwischen den einzelnen Scheiben hermetisch abgedichtete Scheibenzwischenräume, wie beispielsweise bei Pilkington Insulight™. Die Scheibenzwischenräume werden entweder mit getrockneter Luft oder mit Edelgasen wie Argon gefüllt, deren geringe Wärmeleitfähigkeit die Wärmedämmung zusätzlich verbessert.

Zur weiteren Steigerung der Wärmedämmung kann eine oder mehrere innere Glasoberflächen mit einer Low-E-Beschichtung versehen werden. Mehrscheiben-Isoliergläser werden in Gebäuden und Fahrzeugen eingesetzt, um die Wärme- und Lichtdurchlässigkeit gezielt zu steuern.

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Wärmebehandlung

Einscheibensicherheitsglas (ESG), auch als Tempered Glass bezeichnet, wird hergestellt, indem Floatglas auf etwa 650 °C erhitzt und anschließend mit Luftdüsen schnell abgeschreckt wird. Dabei kühlen die Glasoberflächen rasch ab, während der Glaskern langsamer auskühlt.

Beim weiteren Abkühlen auf Raumtemperatur entstehen an den Glasoberflächen Druckspannungen, während sich im Glaskern Zugspannungen aufbauen. Bricht das Glas, wird die im Kern gespeicherte Zugspannung freigesetzt, sodass das Glas in viele kleine, stumpfkantige Bruchstücke zerfällt. Dadurch wird das Verletzungsrisiko deutlich reduziert. Einscheibensicherheitsglas wird als Sicherheitsglas in Gebäuden eingesetzt.

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Glasbiegen

Für bestimmte Anwendungen im Bauwesen kann Glas in Form gebogen werden. Bei Temperaturen zwischen 500 °C und 600 °C nimmt die Viskosität – also die Zähflüssigkeit – des Glases um den Faktor 10.000 ab. Dabei verändert sich das Material von einem spröden Feststoff zu einer plastisch verformbaren Masse.

Das Ziel des Glasbiegens besteht darin, diese plastische Phase zu nutzen, um Bauteile herzustellen, die frei von Falten und optischen Verzerrungen sind. Das am häufigsten eingesetzte Verfahren ist das Schwerkraftbiegen (Sag-Bending). Hierbei wird das Glas bis in den plastischen Bereich erwärmt und verformt sich unter seinem Eigengewicht in die gewünschte Form.

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Oberflächenbearbeitung

Feine Oberflächenstrukturen können durch Sandstrahlen oder Säureätzen erzeugt werden.

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