Selbstreinigungsglas Verarbeitung FAQs

Dieser Bereich enthält alle Informationen zur Verarbeitung der Produktfamilie Pilkington Activ™ selbstreinigendes Glas.

  1. Mit innenliegenden Sprossen?
    Ja. Die innenliegenden Sprossen befinden sich im Scheibenzwischenraum und kommen nicht mit der Pilkington Activ™ Beschichtung in Berührung. Wird jedoch nur ein Teil der Verglasung durch Pilkington Activ™ ersetzt, sollte beachtet werden, dass sich die optischen Eigenschaften von Pilkington Activ™ geringfügig von denen herkömmlichen Floatglases unterscheiden. Dadurch können innenliegende Sprossen je nach Lichteinfall leicht unterschiedlich wirken.
  2. Mit aufgeklebten Facetten?
    Ja. Voraussetzung ist, dass für die Verklebung ausschließlich Klebstoffe verwendet werden, die von der NSG Group auf ihre Verträglichkeit mit Pilkington Activ™ geprüft und freigegeben wurden. Eine Übersicht der freigegebenen Produkte finden Sie im Bereich „Technische Hinweise“.
  3. Für Holzfenster und Holzrahmensysteme?
    Ja. Es dürfen jedoch ausschließlich Dichtstoffe oder Verglasungsbänder verwendet werden, deren Verträglichkeit mit Pilkington Activ™ geprüft wurde. Nicht freigegebene silikonhaltige Produkte dürfen nicht verwendet werden. Eine Übersicht der kompatiblen Produkte finden Sie im Bereich „Technische Hinweise“.
    Hinweis: Die Kompatibilitätsprüfungen der NSG Group beziehen sich ausschließlich auf die Verträglichkeit mit der Pilkington Activ™ Beschichtung. Für die Dauerhaftigkeit sowie die Eignung der Dichtstoffe und Verglasungsbänder im jeweiligen Verglasungssystem ist der jeweilige Hersteller verantwortlich.
  4. Mit aufgeklebten Bleisprossen?
    Ja. Voraussetzung ist, dass sowohl die verwendeten Bleisprossen als auch der eingesetzte Klebstoff von der NSG Group auf ihre Verträglichkeit mit Pilkington Activ™ geprüft wurden. Die Bleisprossen sollten zudem patiniert sein. Eine Übersicht der freigegebenen Produkte finden Sie im Bereich „Technische Hinweise“.
    Bitte beachten Sie, dass aufgeklebte Bleisprossen die Glasfläche in viele kleinere Bereiche unterteilen. Dadurch kann der gleichmäßige Wasserablauf beeinträchtigt werden, sodass sich entlang der Sprossen Schmutzrückstände ansammeln können.
  5. Mit aufgeklebten Sprossen (z. B. Duplex- oder Wiener Sprossen) bzw. aufgeklebten Facetten?
    Ja. Voraussetzung ist, dass ausschließlich geprüfte und freigegebene Klebebänder verwendet werden. Eine Übersicht der kompatiblen Produkte finden Sie im Bereich „Technische Hinweise“. Bitte beachten Sie, dass aufgeklebte Sprossen den Wasserablauf auf der Glasoberfläche beeinflussen können. Dadurch können sich entlang der Sprossen mit der Zeit Schmutzrückstände ansammeln.
Nein. Jede Bearbeitung der beschichteten Glasoberfläche, beispielsweise durch Sandstrahlen, beschädigt oder entfernt die Beschichtung dauerhaft. Dadurch gehen die selbstreinigenden Eigenschaften in den bearbeiteten Bereichen dauerhaft verloren.
Die NSG Group empfiehlt, Sicherheitskennzeichnungen nach Möglichkeit auf der unbeschichteten Glasoberfläche anzubringen. Ist dies nicht möglich, kann die Kennzeichnung auch auf der beschichteten Seite erfolgen. Dabei ist jedoch besondere Sorgfalt erforderlich, um die Beschichtung nicht zu beschädigen.
Nein, sofern der Vorspannprozess ordnungsgemäß durchgeführt wird. Pilkington Activ™ wird nach dem gleichen Verfahren wie unbeschichtetes Glas vorgespannt. Erst bei einer Überhitzung während des Vorspannprozesses können die selbstreinigenden Eigenschaften der Beschichtung beeinträchtigt werden.
Ja, sofern sichergestellt ist, dass die Pilkington Activ™ Beschichtung während der gesamten Herstellung und Verarbeitung nicht mit Silikon in Kontakt kommt. Ein mit Silikon randversiegeltes Isolierglas sollte so eingebaut werden, dass keine Feuchtigkeit mit der Randversiegelung in Berührung kommt und anschließend auf die Glasoberfläche ablaufen kann.

Zum Schutz der Randversiegelung kann eine silikonbasierte Randversiegelung verwendet werden. Alternativ empfiehlt die NSG Group, die Randversiegelung mit einer Bleiabdeckung zu schützen. Diese sollte mit einem geeigneten Patiniermittel behandelt werden, um das Auswaschen von Bleicarbonat zu reduzieren.

Bei Stufenisoliergläsern stellt dies in der Regel kein Problem dar, da sich der Stufenversatz üblicherweise im unteren Bereich der Verglasung befindet. Bei Wintergärten besteht jedoch ein höheres Risiko, dass Regenwasser Bleicarbonat von Bleiblechen oder Anschlussblechen auf darunterliegende Glasflächen spült. Dadurch können Verschmutzungen auf der Verglasung entstehen – unabhängig davon, ob Pilkington Activ™ oder ein anderes Glasprodukt verwendet wird.

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