Das Floatverfahren

Das Floatglasverfahren, entwickelt von Sir Alastair Pilkington, wurde 1959 der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Heute ist es weltweit das Standardverfahren bei der Produktion hochwertiger Gläser und hat die Herstellung von Flachglas revolutioniert. Das Floatverfahren ist als eine der bedeutendsten industriellen Erfindungen des 20. Jahrhunderts anerkannt.
Ein Gemenge genau gemischter Rohstoffe wird im Ofen geschmolzen. Das flüssige Glas fließt auf ein flaches Bad aus geschmolzenem Zinn in einer chemisch kontrollierten Atmosphäre. Das Glas schwimmt auf dem Zinn, breitet sich aus und bildet eine ebene Oberfläche. Die Dicke wird von der Geschwindigkeit bestimmt, mit der das sich verfestigende Glasband über das Zinnbad gezogen wird. Das Glasband wird langsam abgekühlt. Das auf diese Art entstandene Band hat eine einheitliche Dicke (von 2 mm bis 25 mm) mit perfekt polierten Oberflächen. Für die Auslieferung wird das Band in große Tafeln geschnitten.

Das Floatverfahren wird aufgrund seiner Qualität und Zuverlässigkeit weltweit von den meisten Glasherstellern angewendet. Zurzeit gibt es weltweit mehr als 270 Floatwerke, die jedes Jahr ein Glasband von 1,6 Millionen Kilometern Länge herstellen.
Die NSG Group besitzt bzw. ist beteiligt an 51 Floatglaslinien weltweit.
Klicken Sie hier für eine schematische Darstellung des Floatglasverfahrens.