Gipfelrestaurant Fronalpstock Stoos, Schweiz

Verwendete Produkte
Pilkington Insulight™ Therm Pro

Beschreibung

Vorwort:
Im Jahre 1997 wurde durch einen Blitzschlag ein Brand verursacht, wodurch das Restaurant bis auf die Grundmauern niederbrannte und damit vollständig zerstört wurde. Der Kurort Stoos ist jetzt um eine touristische Attraktion reicher. Auf dem durch eine Luftseilbahn und einen Sessellift erschlossenen Frongipfel entstand an der gleichen Stelle des zerstörten Altbaus ein neues, modernes Gipfelrestaurant, das zweifellos zu einem der schönsten in der Schweiz gehört. Die beeindruckende Lage auf über 1900 m Höhe mit dem atemberaubenden Panorama auf 11 Seen und die umliegende Berglandschaft war gleichzeitig eine planerische und bautechnische Herausforderung.

Die Idee für dieses Projekt:
Der Neubau soll eine wohlige, behagliche Atmosphäre vermitteln und genügend Platz für je 300 Gäste auf der Terrasse und im Restaurant bieten. Die traditionell vorgegebene Mischbauweise (Untergeschoss in Massiv- und Obergeschoss in Holzbauweise) wurde mit überdurchschnittlich viel Glas kombiniert. Die Idee des Architekten war es allseitig Lichtdurchflutete Räume zu präsentieren. Nur durch dünnes Glas getrennt wird ein imposanter Eindruck mit einem ungestörten Genuss der beeindruckenden Berglandschaft den Besucher faszinieren. Auf der Ost- und Westfassade wird dazu die ganze Front raumhoch verglast. Das Licht kann somit am Morgen bei Sonnenaufgang und abends bei Sonnenuntergang horizontal durchs Gebäude fluten. Auf der Nordseite ist ein zweigeschossiger Erker als reine Verglasung (Wintergarten) integriert. Dieser nordseitige Erker erlaubt sowohl vom Erd- wie auch vom Dachgeschoss die Fernsicht in den Talkessel Schwyz mit dem bezaubernden Mythenpanorama und dies vollständig ohne Blendung.

Besonderheiten:
Bedingt durch die exponierte Lage auf dem Gipfel musste eine eigene Transportseilbahn erstellt werden. In Rekordzeit, nach nur achtmonatiger Bauzeit musste das Gipfelrestaurant erstellt und in Betrieb genommen werden. Durch die steil abfallenden Felsklippen gegen den Vierwaldstättersee werden immer wieder sehr starke Windböhen hervorgerufen. Trotz des großzügigen vorgelagerten Balkons wird Schnee und Regen mit großem Druck an die Westfassade geschleudert (Siehe Abbildung Winter). Dieser starke Witterungseinfluss auf der Fassadenwestseite ist einzigartig und konnte nicht vorhergesehen werden.

Glas:
Die exponierte Lage hat aber ihre Tücken. Der Fronalpstockgipfel liegt in einem ausgesprochenen Föhngebiet. Es muss mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 150 km/h gerechnet werden. Architekt und Bauherr haben sich für Holz-Metallfenster entschieden (Glas-Typ: Pilkington Insulight™ Therm). An den raumhohen Verglasungen mussten zur Verstärkung noch Setzhölzer eingebaut werden. An dieser Lage stoßen die gewählten Glasgrößen somit schon bald an die Grenzen des Machbaren. Mit dem Holzfenster von innen ist der heimelige Holzcharakter erhalten und außen ist mit der Metallverkleidung genügend Schutz gegen die stark vom Wind beeinflussten Niederschläge gegeben.

Schlussbemerkungen:
Das vorgegebene Ziel wurde mehr als erreicht, die Besucher sind beeindruckt. In Spitzenzeiten werden am Mittag bis zu 1.000 Mahlzeiten herausgegeben. Es lohnt sich bei guter Witterung den Fronalpstock als Ausflugsziel einmal zu besuchen.



Verweisung
CH0038

Land
CH

Adresse
Stoos, Schweiz

Architekt
Architektur- & Ingenieurbüro Christoph Breu, Rickenbach/Schweiz

Ausführende Unternehmung
Fensterfabrik Von Euw Rothenthurm SZ, Schweiz